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Biomasse-Pellets
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Biomasse-Pellets: Pellets werden in Pelletieranlagen (Pelletpressen) hergestellt. Dabei wird das Material mit großem Druck durch eine Stahlmatrize gepresst und verbinden sich ohne Zugabe von Bindemitteln durch das holzeigene Lignin. Beim Austritt aus der Matrize werden die Stränge durch ein Abstreifmesser auf die gewünschte Länge abgeschnitten. Der Durchmesser der Pellets wird durch den Durchmesser der Presskanäle vorgegeben. Durch einen Matrizenwechsel kann die Stärke der Pellets verändert werden. Holzpellets werden in den meisten Fällen in der Nähe des Verbrauchsortes hergestellt. Allerdings ist das Netz der Produktionsbetriebe in Deutschland noch nicht so dicht wie z. B. in Österreich. Als typische Hersteller kommen große Säge- und Hobelwerke in Betracht, bei denen der Rohstoff (Säge- und Hobelspäne) vor Ort als Koppelprodukt anfällt. Die Späne werden meistens mit Abwärme aus den vorhandenen Heizkraftwerken getrocknet und weiter in Rundmatrizen zu den Pellets verpresst. Die meist vorhandene Nähe des Herstellungsbetriebes lässt die Umweltbilanz noch besser ausfallen: Lange Transportwege entfallen. Holzpellets sind ein zu stäbchenförmigen Pellets gepresstes Brennmaterial aus Holz. Sie werden in speziellen Pelletheizungen verfeuert. Holzpellets unterliegen Normen, in Deutschland der DIN 51731, in Österreich der ÖNORM M 7135ff, oder können nach DIN plus zertifiziert werden. In der Mühle werden deren Abfälle ( Mühlenstaub, Kleinkorn, Spelzen) zu Restwertpellets verpresst, die wie Holzpellets in Pelletheizungen verbrannt werden können. Strohpellets (von englisch: pellet = Kügelchen, Pille) dienen als erneuerbarer Energieträger (Bioenergie) und als Einstreu für Stall- und Haustiere. Zur Herstellung der knapp zentimeterdicken und wenige Zentimeter langen Pellets wird Stroh sehr fein gehäckselt, leicht befeuchtet (die Bindefähigkeit muss erhöht werden, aber es darf nicht zu Gärung oder Schimmelbildung kommen) und in üblichen Maschinen für Futterpellets gepresst. Biomasse-Pellets Holzpellets Strohpellets grüne Pellets Eine Tonne Strohpellets besitzt einen Heizwert von etwa 5000 kWh. Mit speziellen Heizanlagen, bei denen die Pellets computergesteuert über eine Förderschnecke in den Brennraum befördert werden, können sie annähernd ähnlich komfortabel wie Öl oder Gas zur Gebäudeheizung eingesetzt werden. Der Preis der Pellets entspricht 2005 einem Heizölpreis von ca. 0,24 bis 0,28 Euro je Liter. Da Strohpellets sehr saugfähig sind, lassen sie sich auch als Einstreu für Pferdeställe, Haustierkäfige, Katzentoiletten usw. verwenden. Stroh enthält vielfach mehr Chlorid- und Kaliumanteil als Holz. Biomasse-Pellets Holzpellets Strohpellets grüne Pellets Daher finden sich diese auch in den Rauchgasen wieder. Die Abbauprodukte bewirken einen starken chem. Angriff auf die Rauchgasrohre. Es fällt auch mehr Schlacke an. Diese neigt sehr stark zum verklumpen, so dass der Verbrennungsvorgang stark gestört wird. Daher ist es nicht möglich Strohpellets dauerhaft in normalen Holzpelletöfen störungsfrei zu verfeuern. Holzpellets sind das Brennmaterial einer Pelletheizung. Die Normen DIN 51731 ist kein Qualitätsindikator, da z.B. der Abrieb und damit die Staubentwicklung nicht festgelegt sind und keine Prüfung der Produktion nach dieser Norm erfolgt. Die in Österreich gültige ÖNORM M 7135 ist wesentlich restriktiver. Pellets können auch nach DIN plus zertifiziert werden, die die jeweils strengeren Werte der vorstehenden Normen verwendet. Daten laut ÖNORM M 7135 Anforderungen und Prüfbestimmungen bzw. DIN plus: 5–6 mm Durchmesser, 8–30 mm Länge Heizwert Hi größer als 18 MJ/kg = 5 kWh/kg = 3,25 kWh/l Schüttdichte 650 kg/m³; Materialdichte größer 1,12 kg/dm³ Wassergehalt kleiner als 10 % Asche weniger als 0,5 % Maximalwerte für Schwefel und Chlor; Abrieb (wichtig wegen Staubentwicklung beim Einblasen) bestehen zu 100 % aus Holz riesel- schütt- und einblasfähig, dadurch Lieferung im Tankwagen möglich Biomasse-Pellets Holzpellets Strohpellets grüne Pellets Da die Qualität der Holzpellets durch unsachgemäßen Transport oder Lagerung leiden kann, regelt die ÖNORM M 7136 Transport und Zwischenlagerung vom Hersteller bis zum Endkunden. Die ÖNORM M 7137 Pelletslagern regelt die Lagerung beim Verbraucher und soll „die Betriebssicherheit, den Brandschutz, die statischen Anforderungen und die Erhaltung der Pelletsqualität sicherstellen“ Pelletheizanlagen sind weitgehend CO2-neutral. Die Menge an CO2, die bei der Verbrennung freigesetzt wird, entspricht genau der Menge CO2, die beim Wachstum des Holzes in dieses eingebunden wurde: Beim Verrotten des Holzes würde CO2 in gleicher Menge wie bei der Verbrennung freigesetzt. Biomasse-Pellets Holzpellets Strohpellets grüne Pellets Bei Einberechnung der CO2-Freisetzung durch Waldbewirtschaftung, Rohholztransport, Aufbereitung, Pellettransport und nicht zuletzt der Anlagenerstellung (Graue Energie) ist die Ökobilanz hinsichtlich dieses Gases nicht ganz ausgeglichen. Dieser Effekt dürfte für Berechnungen mit einfacher Genauigkeit vernachlässigbar sein. Zumindest erzielt der Pellet-Einsatz für die Raumheizung eine kaum negative Energiebilanz, da der durch Entzug des Holz-Abfalls vermehrte Fertilizer-Einsatz im Wald sich in eben diesem Rahmen halten dürfte. Heizholz ist zudem ein minderwertiges Koppelprodukt höherwertiger Holznutzungen, durch die gegenüber der natürlichen Zersetzung eine CO2-Senke entsteht. Diese dürfte - bei nicht zu großen Transportentfernungen - die durch die Waldbewirtschaftung verursachte CO2-Freisetzung mehr als auffangen. Ungünstig ist allerdings die hohe Emission von Feinstaub und Ruß in den Rauchgasen. Im Privathaushalt dürfte eine entsprechende Reinigung unwirtschaftlich sein; in Großanlagen (z.B. Biomasseheizkraftwerk) bestehen hier bessere Möglichkeiten. Inzwischen gibt es Pelletsheizanlagen, die durch optimierte Verbrennung die Feinstaubemissionswerte unterschreiten und auch in Bereichen installiert werden dürfen, wo strengere Regelungen gelten. Diese Anlagen arbeiten mit Brennwerttechnik und haben ein relativ staub- und rußfreies Abgas. In Vorbereitung ist die ÖNORM CEN/TS 15210 (Teil 1: Pellets; Teil 2: Presslinge) über Verfahren zur Bestimmung der mechanischen Festigkeit von festen Biobrennstoffen. Biomasse-Pellets Holzpellets Strohpellets grüne Pellets Zu weiteren relevanten Vorschriften und Standards siehe Pelletsheizung. Aufgrund der geringeren Energiedichte (zum Vergleich: Heizöl extra leicht nach ÖNORM C 1109 hat einen Heizwert von mindestens 11,9 kWh/kg bzw. 10 kWh/l) und der kleineren Gesamtdichte wird für die Lagerung der gleichen Energiemenge bei Pellets ca. dreimal soviel Raum benötigt wie bei Heizöl, das volumensbezogene Öläquivalent für Holzpellets beträgt also 3,33 Liter/l OE. Allerdings ist der Aufwand für die Lagerung wesentlich geringer, da Sicherheitsmaßnahmen wie eine Ölauffangwanne oder regelmäßige Dichtheitskontrollen entfallen können. Dadurch ist es meistens möglich, im ehemaligen Tankraum die gleiche Energiemenge zu bevorraten. Die Pellets müssen allerdings stets trocken gelagert werden, was in der Praxis durchaus zu Problemen führen kann. Eine Pelletheizung (oder auch Pelletsheizung) verfeuert als Brennstoff kleine Presslinge aus unbehandelten Hobelspänen und Sägemehl, so genannte Holzpellets. Alternativ können auch Restwertpellets verfeuert werden. Automatisch beschickte Heizkessel für Zentralheizungen werden meist durch eine elektrische Förderschnecke oder ein Saugsystem mit solchen Pellets versorgt. Ein Pelletofen mit Kessel kostet je nach Größe, Ausführung und Hersteller etwa zwischen 5.000 und 11.000 €, Komplettanlagen kommen auf Preise von 15.000 bis 20.000 € brutto (inkl. Installation, Anbindung an die bestehende Zentralheizung, Speicher, Austragung und Lager). Biomasse-Pellets Holzpellets Strohpellets grüne Pellets Pelletheizanlagen sind damit in der Anschaffung etwa doppelt so teuer wie herkömmliche Öl- oder Gasheizanlagen. Anbaubrenner, die an einen bestehenden Öl- oder Holzkessel montiert werden, sind ab 2.000 € erhältlich je nach Nennleistung (geringere Effizienz bei der Verbrennung). Für größere Anlagen zur Wärmeversorgung z. B. von Schulen, Schwimmbädern oder Wohnblöcken sind Hackschnitzel-Heizungen durch den geringeren Brennstoffpreis noch wirtschaftlicher. Biomasse-Pellets Holzpellets Strohpellets grüne Pellets Der Verbrauch an Pellets für ein durchschnittliches Einfamilienhaus, mit einer 15-kW Heizanlage, liegt bei circa 3 bis 4 Tonnen im Jahr. An Rauminhalt sind das in etwa 5 bis 7 Kubikmeter (Schüttdichte: 1 m³ wiegt etwa 0,65 t). Holzpellets (DIN plus) haben einen Heizwert von 5 kWh/kg, und ein Öläquivalent von 2,16 kg/l bzw. 3,33 l/l OE. Der Energiegehalt von einem Kilogramm Pellets kommt damit dem eines halben Liters Heizöl gleich, an Volumen (in Schüttmetern) einem drittel Liter. Die Wirtschaftlichkeit hängt auch von den zur Verfügung stehenden Förderungen ab. Biomasse-Pellets Holzpellets Strohpellets grüne Pellets Je nach Energiepreissteigerung und Energieverbrauch, könnte eine Pelletsheizung ihre Investition ein bis zwei mal in ihrer Lebensdauer gegenüber einer Ölfeuerung einsparen, wenn man davon ausgeht, dass auf Grund der weniger knappen Ressourcen in Zukunft Öl weit schneller teuerer wird als Pellets Bis zum Frühjahr 2004 war der Preis für Pellets ungefähr gleich hoch wie der Heizölpreis und ca. 30 % günstiger als Erdgas. Danach stieg der Preis für Pellets nur moderat, der Preis für Heizöl und Erdgas stark an. Auf Grundlage der österreichischen Preise lag die Heizkostenersparnis Ende 2005 bei 40 bis 50 % im Vergleich zu Öl. Biomasse-Pellets Holzpellets Strohpellets grüne Pellets Der Pelletspreis schwankte zwischen höheren Preisen im Winter und niedrigen im Sommer. Im Sommer 2006 gab es erstmals keinen Rückgang, sondern eine kontinuierliche Preissteigerung. Der Preis für DIN-Plus Pellets lag in Deutschland im Juli 2006 bei durchschnittlich 206 € pro Tonne Biomasse-Pellets Holzpellets Strohpellets grüne Pellets In Österreich ist der Preis im Herbst 2006 auf bis zu 280 € gestiegen und hat sich im Dezember bei 265 € eingependelt. Bei der Anlieferung kann für das Einblasen der Pellets in den Tank eine Einblaspauschale erhoben werden. Die Lieferung erfolgt meist per Silo-LKW derselben Bauart, wie sie für die Lieferung von Futterpellets in der Viehhaltung verwendet werden. Biomasse-Pellets Holzpellets Strohpellets grüne Pellets
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